Tag 21

Vilnius

Aufgestanden gegen 9 Uhr und dann gefrühstückt.
Zum Hostel (Hostel Fabrika) noch was:
Ganz nett hier, es gibt einen großen Aufenthaltsraum mit einer Klimaanlage, wo man einfach mal sitzen kann. Steckdosen für Zombies sind dort reichlich vorhanden. Eine offene Küche ist dort ebenfalls vorhanden.

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Duschen und Toiletten sind auch ok, konnte über nichts klagen, außer dass die Räume zum Teil Nachts aufgezeigt waren.
Es gibt 8er-Zimmer, aber auch 2er-Zimmer. Ich bezahlte für eine Nacht ca. 10 EUR im 8er-Zimmer.
Ein Gast ist dort seit ca. 6 Monaten. Er lebt fast da und arbeitet hin und wieder, er genießt sein Leben einfach. Ich unterhielt mich sehr viel mit ihm.

Ich packte zusammen, gab meine E-Mail weiter und fuhr bisschen ziellos durch die mittelalterlichen Gassen.

Etwas über Vilnius:

Ich werde mich ganz kurz fassen, da Vilnius eine große Geschichte hinter sich hat und man darüber sicherlich auch Bücher verfassen könnte.
Die Hauptstadt Litauens hat ca. 540.000 Einwohner.
Es befinden sich sehr viele Kirchen vor Ort, die zum Teil auch nebeneinander stehen. Jede Kirche ich ein Kunstwerk für sich und auch einen Besuch wert.
Es lebten/leben viele Religionen so zu sagen nebeneinander (geht doch, das auch noch ohne Krieg!) und war auch das Zentrum der jüdischen Kultur.
Es kommen auch Pilger dort hin, es gibt sehr viele Museen und wenn man durch die Altstadt geht, fühlt man sich manchmal echt in der Zeit zurück. Also zum besichtigen gibt es dort wirklich sehr viel.
Viele kleine Cafès, Restaurants oder was das Herz begehrt, kann man dort finden. Einige Preise sind natürlich dem Touristen-Niveau angepasst. Wer sich also ein Bier holen will, muss sich den richtigen Lokal aussuchen oder im Geschäft was kaufen. Aber: Ab 22 oder 23 Uhr wird kein Alkohol im Geschäft verkauft.
Ein Tipp: Sucht euch über couchsurfig oder was auch immer jemand einheimisches. Die Person führt euch auch an Ort, die man als Tourist nicht immer sieht, erzählen tun die Personen auch vieles, was man nirgends lesen kann. Das selbe was das Essen angeht. Das schöne ist, dass sich u. a. McDonalds nicht wirklich durchsetzt. Die Leute essen dort manchmal richtig.
Ich war ja 2x Pizza essen, mir wurde die Pizza auch mit einem Dressing serviert. Ketchup ist auch sehr beliebt auf der Pizza.

Die Altstadt ist wirklich sehr schön, leider wird das Flair durch die Autos kaputt gemacht. Es dürfen nämlich Autos überall herum fahren.

Außerhalb der Altstadt, sieht man das echte Leben. Also auch mal kaputte Bürgersteige, Plattenbau oder ähnliches. Genau das, was auch interessant ist. Wie leben die Menschen dort? Im Vergleich zu Deutschland verdienen die Menschen weniger, also nicht über das Geld in Deutschland meckern, es geht noch schlimmer.

Hier ein paar Fotos, die man aber auch in besserer Qualität im Internet finden kann.

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Ich mag diese alten schmalen Gassen, wo man denkt, dass auf dem Boden viel Heu und Mist liegt und die Pferde einem gleich entgegen kommen. Als wäre man in der Zeit zurück. Ok, bisschen Phantasie sollte man auch haben.

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Gerne auch mal Fotos von einer normalen Straße, nicht nur Touristen-Fotos. Man sollte auch mal einen Eindruck kriegen, wie es außerhalb der Altstadt aussieht. Dennoch ist der Anblick nicht immer schlimm.

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Was historisches wieder

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Weiter zu mir:

Ich schaute mir einiges in Ruhe an, schrieb 12 Postkarten (sorry an die, die nichts von mir erhalten haben, aber wie viel soll ich denn noch!). Leider fing es auch an zu regnen und ich wusste nicht wohin.

Ich war gerade im „Bernadine Garden“ wo ich mich verkroch. Ich nahm mein Regenponcho, legte den über die Taschen des Rolles und kroch zeltartig da drunter.
In diesem Garten ließen sich einige Hochzeitspaare fotografieren, auch ein netter Ort um mit seiner Freundin dort spazieren zu gehen.
Nach einiger Zeit wurde mir unter dem Poncho langweilig und fuhr damit zum Eingang des „Gates of Dawn“. Da das Museum Eintritt verlangte, ging ich nicht rein, blieb nur im Eingangsbereich. Ich wartete dort ca. 30 Minuten, unterhielt mich noch mit ein paar anderen und fuhr dann los. Ich wollte ein tolles kleines Lokal finden, wo ich was richtiges essen konnte. In einem Restaurant schaute ich mir die Preise an. Naja, falsches Clientè. Am Ende landete ich wieder im „Būsi Trečias“. Hesburger ist glaube ich so ein Scheiß wie McDonalds oder BurgerKing. Den sieht man dort in allen 3 Baltikum-Ländern. Aber dennoch ist richtiges Essen wohl beliebter als so was. Es gibt noch Boom Burger, was aber kein FastFood-Laden ist. Aber wie gesagt, ich bin im „Būsi Trečias“ gelandet.

Persönliche Gedanken:
Ich konnte es kaum glauben, dass ich morgen fliegen sollte. Für 3 – 4 Tage gerne und dann würde ich gerne wieder los, nur länger und dahin wo es trockener und wärmer ist.
Träume sind wichtig, nur man sollte nicht von etwas das ganze Leben lang träumen oder schwärmen. Viele träumen, aber die wenigsten wagen sich was.

Weiter gings:
Ich fuhr noch zur Post um Postkarten abzuschicken. Ich ging in die große Halle hinein und musste zu einem Automaten. Dort tippte ich ein, was ich machen möchte. Es kam eine Nummer raus. Eine Frau, die nach mir kam, kam z. B. vor mir dran, da der entsprechende Schalter für ihre Angelegenheit schon leer war. „Bei uns in Herne war das so: Ich wollte vor dem Abflug noch schnell ein Paket abholen. Ich ging zur Postfiliale rein und sollte mich hinter eine gewaltigen Schlange anstellen. Sicher hätte ich dort mindestens 30 Min. verloren, während ich wegen Parkplatzmangels im Halteverbot stand. Ich sagte noch „Scheiß Post hier“, wurde angeschaut und ging raus. Ob die Sache mit den Nummer besser ist, keine Ahnung, da ich das noch nicht so erlebt habe, wenn man dort länger warten müsste. Aber es macht den besseren Eindruck als bei uns.“

Dann bin langsam zu meinem warmshowers-Gastgeber Viktoras gefahren. Wir gingen Abends in die Stadt und er erzählte mir so viele Sachen über Vilnius und die Geschichte allgemein, dass mein Kopf fast qualmte. Ein sehr geselliger und interessanter Gastgeber.
Vielen Dank noch mal für ALLES!

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Abends ging es ins Bett und der Tag in Vilnius war gelaufen.

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