Tag 11

Kaum Energie

Konnte nicht einschlafen. Später in der Nacht wachte ich wegen eines Güterzugs auf. Der war sehr lang und laut.
Kann mich immer wieder an meine Träume erinnern, doch warum nicht zu Hause?

„Also: Ich war Polizeibeamter und jagte einen Typen, der auf einem Schlag 26 Polizisten vergiftet hat. Mich wollte er auch noch vergiften, doch ich war schlau genug nicht drauf rein zu fallen. Bei der 1. Verfolgungsjagd entwischte er mit. Dann habe ich an meinem Motorrad irgendeine Sperre entfernt und konnte ihn bei der 2. endlich kriegen.
Es war eine Serie, so dass bei der nächsten Folge alle Polizisten wieder am Leben waren. Wäre ja sonst komisch die ganze Crew auszutauschen.“

Ich blieb länger liegen, erst gegen 11 Uhr packte ich langsam zusammen. Obwohl die Sonne schien, war es bisschen kühler als sonst, lag wohl am Wind.

Ich fuhr in die Stadt Rēzekne rein. Mein erster Eindruck war nicht gerade prickelnt. Viel Industrie, Blockhäuser, viele Autos etc. „Aber vielleicht haben die ja eine schöne Innenstadt.“
Hunger bekam ich auch noch langsam, also machte ich etwas dummes, ich ging in ein Hotel essen. Das Problem ist, wenn ich Hunger habe, dann will ich auch was essen und nicht bestaunen wie schön die 20 Gramm auf dem Riesenteller aussehen.
Schlauer Weise bestellte ich mir eine Seljanka als Vorspeise und dann etwas als Hauptspeise. Über WIFI suchte ich nach Hostels oder ähnlichem, aber leider fand ich nichts, wo ich sagen hätten können, JA, datt is et! 15 EUR die Nacht hätte zudem zahlen sollen. Also beschloss ich weiter Richtung Kannata zu fahren, was östl. vom See Rāzna liegt. Dort soll es 2 Campingplätze geben, aber ich könnte auch bei Maluskta (oder so ähnlich) zu einem Campingplatz fahren.

Kurz zurück zum Hotel- Restaurant:
Liebe Hotel-Restaurants, bitte schreibt nicht „Restaurant“ als Schild, sondern was anderes, Hallo, ich will ESSEN!
Suppe war ok, die Hauptspeise, Riesenteller, 2 – 3 Fleischstückchen, 1 1/2 Kartoffel und hauch dünnen 4 – 5 Scheibchen Apfel. So was esse ich als Vorspeise. Ich glaube ich hatte von der Vorspeise mehr als von der Hauptspeise.
Wie dem auch sein, der der dummes tut, ist selber schuld.

Hungrig bin ich raus aus der Stadt gefahren Richtung See.

Am Ortsausgang sah ich ein sehr schönes Wolkenbild, als ob die jemand dahin gemalt hätte, unglaublich schön!

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Die 20 km oder so ähnlich, machten mir doch zu schaffen, es ging halt wieder hoch und runter. Wie immer aber nur weniger Meter hoch und dann wieder runter, aber die sind halt anstrengend. Ich habe echt gedacht, meine Bremse würde, wie in Ungarn damals, klemmen. Doch die Fahrt war tatsächlich so hart.
Einen Camping-Platz fand ich auch recht schnell, Zelt aufgebaut und dann genoss ich die Aussicht. Ich telefonierte noch über Skype mit meiner Familie und war glücklich.

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Es ist echt schön, da man hier einen 180° Rundumblick hat, dann noch diese toller Wolkenformation, gefolgt von einer grauen dicken Wolke.

Zu dem Platz noch: Ich kann hier großartig nicht viel meckern, es gibt wie sonst auch immer Feuerstellen, einige Häuschen zum Schlafen, Zugang zum See, WIFI nur an bestimmten Gebäuden vorhanden, aber leider nur ein Plumsklo ohne Licht. Duschen sind mir auch nicht aufgefallen, aber wozu duschen, wenn man einen See hat. 3,50 EUR bezahlte ich der hübschen jungen Mutter. Ich bestellte mir noch einen Mittagstisch und bekam eine Frikadelle mit Pommes und Ketchup, dazu Salat und ein Pils für 4,25 EUR. Ich war zufrieden, alles war gut. Der Platz war auch recht leer.

Vor dem Schlafen gehen aß ich noch zu Abend und dann war der Tag auch schon gelaufen.

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