Tag 19

Das Ziel

Mein ursprünglicher Plan waren noch die Camping-Plätze südlich von Vilnius auf zu suchen, allerdings schaltete ich mein Gehirn aus (das kann ich ganz gut) und fuhr zombieartig Richtung Vilnius um das Kapitel abzuschließen.

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Ich konnte letzte Nacht nicht einschlafen, vermutlich erst gegen 1 Uhr gewann ich. Gegen 7 Uhr war ich auch schon wach. Langsam frühstückte ich und gegen 9 Uhr ging es zwischen all den Mücken dann los.
Ich fuhr durch Dūkštos, wo auf der Kreuzung ein Ehepaar aus den Niederlanden in ihrem Auto nach den Weg schauten. Ich sprach beide an, wollte denen helfen. Sie suchten den Weg Richtung Polen und das Navi sei nicht gut. Also zeigte ich denen auf der Karte den richtigen Weg und sie waren glücklich. Sie boten mir noch was zum Trinken an, ich lehnte aber dankend ab. Ich war froh jemanden geholfen zu haben. Voller Freude ging es weiter.
Wenige Kilometer weiter sah ich ein Schild zu einem Camping-Platz. Ich hoffte, dass der schlecht sei und kein See dort dran war, da ich ja im Wald geschlafen habe und ich mir einreden wollte, dass das die beste Stelle war.

Nicht alles ist so schön, wie ein Hotel mit einem perfekten Swimmingpool. Immer wieder leerstehende Gebäude

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Es ging Richtung Bukiškis und dann an der A2 entlang rein nach Vilnius.

Das Ende kam immer Näher, es war wie ein Countdown. Bald würde mein Urlaub vorbei sein und der Alltag würde mich wie die Nacht umschlingen. Wer weiß wann die Sonne wieder scheinen wird.

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Da war es nun, das Ende, mein Ziel, das ich nicht gerne erreichen wollte, aber dennoch war ich wieder mal stolz auch mich.

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Es gab nicht überall Bürgersteige, so dass ich schon mal über Trampelpfade gefahren bin. Überall Autos, viel Verkehr, Löcher, Ampeln, sehr viele Menschen, oh man. Ich musste mehr aufpassen als außerhalb.

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Ich versuchte bis ins Zentrum zu kommen und blieb am Fluss stehen, ich musste mir einen Plan überlegen, was ich nun machen musste. Ich war auch etwas überfordert mit allem.
Etwas warmes Essen und WIFI nutzen, dann Hostel suchen waren die 3 Punkte. Dann sah ich eine Karte und da drauf ein Info-Schild (Touri-Info). Direkt hin gefahren, deren WIFI benutzt, ein gutes einheimisches Lokal raus suchen lassen, eine Karte auch gleich mitgenommen.

Ich buchte mir ein Hostel für 10 EUR die Nacht und ging essen. Das Lokal „Būsi trečias“ kann ich nur empfehlen. Eine Frau, die auch dort zu Mittag aß, lebt in Vilnius und spricht deutsch. Sie empfahl mir das Mittagsmenü, was man dort nicht autom. kriegt, nur auf Anfrage. Für 6,50 EUR bekam ich einen kalten Barsch (was sehr beliebt ist in Litauen) und warme Kartoffeln dazu. Als Hauptgericht Kartoffeln, Salat und eine Frikadelle, geht doch!

Dann ging es ins „Hostel Fabrika“. In der Nähe des Hostels unterhielt ich mich noch ein wenig mit einem Einheimischen, der an einem Stand Honig verkaufte, der war total nett. Ich wollte halt nur nach der Adresse fragen.

Im Hostel bliebt ich den Tag über, ich lag viel, telefonierte über skype, schrieb emails, unterhielt mich mit den Leuten vor Ort, ging später in Ruhe Essen, ich ruhte mich einfach nur aus und wollte erstmal runter kommen.

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