{"id":65,"date":"2014-08-27T22:23:20","date_gmt":"2014-08-27T20:23:20","guid":{"rendered":"http:\/\/sikoraproject.eu\/lukasz\/hungary\/?page_id=65"},"modified":"2014-09-01T10:18:53","modified_gmt":"2014-09-01T08:18:53","slug":"tag-1-szeged-pusztaszer-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sikoraproject.eu\/lukasz\/hungary\/?page_id=65","title":{"rendered":"Tag 1 &#8211; Szeged -> Pusztaszer"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000080;\">Der Weg f\u00fchrte in Szeged auf Fahrradwegen und anschlie\u00dfend \u00fcber Landstra\u00dfen Richtung <span dir=\"ltr\">S\u00e1ndorfalva<\/span> und sp\u00e4ter Pusztaszer. Radwege gab es kaum. Aber zum Gl\u00fcck gab es wenig Verkehr zwischen den D\u00f6rfern.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\">Das Fahrradverbotsschild kurz vor dem Eisenbahn\u00fcbergang sollte man \u00fcbersehen.<\/span><\/p>\n<p>[map style=&#8220;width: auto; height:400px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;&#8220; maptype=&#8220;ROADMAP&#8220; traffic=&#8220;no&#8220; gpx=&#8220;http:\/\/sikoraproject.eu\/lukasz\/hungary\/wp-content\/uploads\/01.gpx&#8220;]<br \/>\n<strong><br \/>\nFlug und Ankunft in Szeged:<\/strong><\/p>\n<p>Geflogen bin ich mit Wizz-Air von Dortmund nach Budapest. Dann mit dem Zug weiter nach Szeged.<br \/>\nDer Flug kostete mich 59 EUR. Dazu kamen 20 EUR Gep\u00e4ck und 30 EUR f\u00fcr ein Sportger\u00e4t hinzu.<br \/>\nDas Sportger\u00e4t war nat\u00fcrlich der Roller. Einige Tage zuvor holte ich mir bei einem Fahrradgesch\u00e4ft einen Karton. Leider passte der Roller nicht rein und ich musste beide Reifen abmontieren. Das ganze umwickelte ich mir Folie und ordentlich Klebeband. Ob die Luft aus den Reifen rausgelassen werden muss, ich wei\u00df es nicht. Einmal lese ich nein, dass das bl\u00f6dsinnig ist, Wizz-Air meinte es w\u00e4re ratsam und wo anders hei\u00dft es, es sei Pflicht wegen den Druckverh\u00e4ltnissen. Ich habe nur ein bisschen Luft raus gelassen, da ich keine Lust hatte sp\u00e4ter die mit meiner Miniluftpumpe aufpumpen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das Gep\u00e4ck war eine alte Reisetasche wo ich alles wie Zelt, Fahrradtaschen, Schlafsack etc. verstaut habe. Ein wenig nahm ich noch als Handgep\u00e4ck mit.<br \/>\nEs gab keine Probleme am Flughafen, nur dass ich k. A. hatte wo ich hin musste und an welche Schlange ich stehen durfte. Andere Leute schauten mich an, da die selten jemanden mit so einem gro\u00dfen Gep\u00e4ck gesehen haben. Aber an Blicke anderer musste ich mich schon gew\u00f6hnen, denn in Ungarn wird das viel extremer. Der Flug dauerte knapp \u00fcber eine Stunde.<br \/>\nIn Budapest ging ich so schnell wie m\u00f6glich mit all den Klamotten aus dem Flughafen raus und fing an den Tretroller zusammen zubauen und dann zu bepacken. Dies dauerte ca. 1 Std (Entpacken, Gep\u00e4ck umr\u00e4umen, Schrauben suchen, Bremsen einstellen etc.). Leider war ich nicht in der Lage die Vorderbremse richtig einzustellen und die schliff manchmal am Vorderrad. Als ich bis auf die Bremse fertig war, musste ich irgendwie zum Bahnhof <span class=\"st\">Ferihegy<\/span> kommen. Den Karton und die Taschen gab ich einer Putzfrau die zuf\u00e4llig dort am putzen war.<br \/>\nIch erfuhr dass der Bahnhof am Terminal 1 sein soll, ich befand mich am Terminal 2.<br \/>\nIch fragte mich auf englisch durch die Leute und erfuhr dass ich mit einem Bus dahin fahren sollte. Bl\u00f6de ist nur, dass dort viele Busse standen. Ich fragte einen Fahrer noch mal und er stimmte mir zu, dass dieser Bus der richtige sei. Der Preis betrug ca. 800 Forint (ca. 2,60 EUR). Schlauerweise war ich zuvor am Geldautomaten im Flughafen und hob mal eben 20.000 Forint (ca. 64 EUR) ab, da ich keine Ahnung hatte was auf mich zu kam. Solche Summen wollte ich eigentlich nicht abheben. Ich bekam den Betrag als ein Schein ausgezahlt. Warum aber Automaten Betr\u00e4ge wie 19.000 oder 9.000 anboten, auf den schlauen Gedanken kam ich erst viel sp\u00e4ter. Bisschen Kleingeld h\u00e4tte mir gut getan.<br \/>\nIch packte den Roller in den Bus und zuckte den Schein dem Busfahrer entgegen. Der schaute den Schein und dann mich an, dann lachte er und winkte mich einfach nach hinten. Ich bedankte mich und ging zum Roller.<br \/>\nNach einer ca. 10 min. Fahrt sagte er, dass ich am Ziel sei und hier aussteigen sollte. Gleich auf der anderen Seite sah ich schon den Bahnhof.<br \/>\nAm Bahnhof angekommen schaute ich auf mein Ticket und sah dort Gleis 2, Abfahrt aber erst in eineinhalb Stunden. Aber es gab nur Gleis A und Gleis B. Also musste ich auf Gleis B, logischerweise. Ich unterhielt mich noch mit h\u00e4ngen und w\u00fcrgen mit einem Herr, der 4 &#8211; 5 poln. W\u00f6rter konnte und auf seinen Sohn wartete. Ich sprach ihn wegen den Gleisen an und ob ich \u00fcberhaupt hier richtig bin. Er wusste es selber nicht. Sein Sohn k\u00f6nnte mir aber helfen. Der kommt in 10 Minuten. Aber das hat sich dann eh erledigt, da ein fr\u00fcherer Zug auf meinem Gleis einfuhr, genau der selbe mit dem ich auch fahren sollte. Das Teminal 1 wird nicht mehr benutzt, erz\u00e4hlte er mir, oder so weit ich das verstanden habe.<br \/>\nAuf den kleinen Bahnh\u00f6fen gibt es in Ungarn selten Fahrst\u00fchle, so mit musste ich den Roller die Treppen hoch tragen um auf das andere Gleis zu kommen. Das ganze Gep\u00e4ck, was ca. 12 kg wog, war vorne gelagert. Das ganze Hinterteil des Rollers schlug mir permanent auf die Beine. Das selbe Spielchen dann noch mal beim runter tragen. Das war richtig hart.<br \/>\nEs gibt noch f\u00fcr Fahrr\u00e4der diese Rinnen seitlich an den Treppen. Aber der Roller war vorne zu schwer beladen, so dass das Hinterteil in der Luft schweben w\u00fcrde.<br \/>\nUnten a\u00df ich was, hatte aber kaum Appetit, die Aufregung war zu gro\u00df. Durst hatte ich auch viel, hatte aber nichts mit. Ich dachte mir, ich hole mir was unterwegs, irgendwo ist ja bestimmt eine Bude. Leider war das n\u00e4chste Gesch\u00e4ft 500 &#8211; 1000 m entfernt (nach meiner Einsch\u00e4tzung). Alleine wollte ich den Roller nicht da lassen und noch mal hoch tragen w\u00e4re zu anstrengend. Naja, in 3 Std w\u00e4re in ja in Szeged. Dann wartete ich ca. 1 Std auf den Zug, der dann aber recht p\u00fcnktlich ankam.<br \/>\nIch suchte direkt das Fahrradabteil. Ich ging die Stufen mit dem voll bepacktem Roller hoch und quetschte mich durch eine sehr enge T\u00fcr und dann Richtung Fahrradabteil wo ich den Roller aufh\u00e4ngen konnte. W\u00e4hrend die T\u00fcr noch offen war, fuhr der Zug schon los. Ich war aber drin. Die Taschen nahm ich mit und suchte mir in dem leeren Zug einen guten Platz. Es war die ganze Zeit schw\u00fcl hei\u00df, so dass ich total nass im Zug sa\u00df. Ich genoss die Fahrt und ruhte mich aus, ich war halt durch die Fahrt sehr aufgeregt und vor allem durstig.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr 10 Min. vor der Ankunft ging ich zum Roller. Mir fiel auf, dass man bei dem IC w\u00e4hrend der Fahrt die T\u00fcren einfach so \u00f6ffnen konnte. In Deutschland undenkbar. Im Fahrradabteil fiel mir noch auf, dass es dort eine gro\u00dfe Schiebet\u00fcr gibt, so wie man das aus Film kennt, wo noch ein Tramper in den Zug springt. Der Zug hielt an und ich schob die T\u00fcr zur Seite, sprang mit den Roller runter (es gibt keine Stufen) und sprang nach und nach mit meinen Sachen runter. Leider fiel mir auf, dass das hintere Schutzblech gebrochen war und die Schraube konnte es dadurch nicht mehr halten, es war also lose. Es musste wohl beim reinquetschen in den Zug passiert sein.<br \/>\nIch wollte nach Szeged-<span id=\"place-title\" dir=\"ltr\">R\u00f3kus<\/span>\u200e, da ich von den Ort aus recht einfach alles finden konnte. Hatte ja keine richtige Karte f\u00fcr die Stadt. Ich musste noch umsteigen. Leider hatte mein Zug Versp\u00e4tung, so dass ich ca. 1 Min. hatte um umzusteigen. Kurz gefragt wo der Zug ist und ich h\u00fcpfte in einen modernen klimatisierten Zug rein mit dem ich ca. 10 Min. fuhr.<br \/>\nDer Schwei\u00df lief mir richtig runter, ich war klatsch nass, hatte Durst und Hunger.<br \/>\nIn <span id=\"place-title\" dir=\"ltr\">R\u00f3kus<\/span>\u200e hatte ich endlich keinen Stress mehr und fuhr Richtung Innenstadt wo ich zum Touristen-Info wollte, um mir eine kostenlose Fahrradkarte f\u00fcr ganz Ungarn zu holen. Es gibt in Szeged Fahrradwege, was mir Freude bereitete. Die Stadt schien mir recht verlassen und das an einem sonnigen Samstag Nachmittag (ca. 16 Uhr). Viele kleine Gesch\u00e4fte hatten schon zu. Unterwegs fand ich eine kleine Trinkhalle, juhu, Trinken! Ich nahm einen Apfelsaft und Wasser, legte es an die Kasse und zog wieder meinen 20.000-Schein hervor. Der Herr sch\u00fcttelte den Kopf, was hie\u00df, dass er nicht wechseln konnte. Also fuhr ich entt\u00e4uscht weiter.<br \/>\nNach ein paar wenigen Kreuzungen stand ich da und starrte in die Wegbeschreibungs-Karte um zu schauen ob ich richtig bin. Dann kam ein junger Mann zu mir und fragte auf ungarisch, ob er mir helfen kann. Ich sagte, dass ich nur englisch, polnisch oder deutsch kann. Er sprach ein wenig deutsch und sagte, dass ich richtig sei.<br \/>\nUnterwegs fand ich dann endlich einen kleinen Tesco-Laden (Tesco ist eigentlich so gro\u00df wie Real und hat 7 Tage 24h am Tag hoffen, also immer) in dem ich endlich was zu trinken kaufen konnte. Einen Liter von irgendeinem Saft trank ich direkt aus. Die restlichen beiden Wasserflaschen packte ich in die Fahrradtaschen.<br \/>\nAm Touristen-Info ankommen stand ich vor einer verschlossenen T\u00fcr, Samstag haben die geschlossen.<br \/>\nAlso fuhr ich Richtung eines Fahrradgesch\u00e4ftes damit dort meine Bremse richtig eingestellt wird und stand auch dort vor geschlossener T\u00fcr. Ich fuhr dann Richtung Pusztaszer. Unterwegs sah ich noch 2 geschlossene Fahrradgesch\u00e4fte.<\/p>\n<p>Kurz vor Stadtende, als ich auf die Karte schaute, kam ein Mann zu mir und schaute sich mein Fahrrad an und wunderte sich \u00fcber meine Pedalen, die fehlten. Er sagte was auf ungarisch. Ich meinte nur auf englisch, &#8222;don&#8217;t understand&#8220;. Er schaute noch ein wenig und fuhr weg.<\/p>\n<p><strong>Fahrt nach Pusztaszer:<\/strong><\/p>\n<p>Der Weg f\u00fchrte \u00fcber Landstra\u00dfen. Kurz nach Szeged kam ein Verbotsschild f\u00fcr Fahrr\u00e4der. Aber ich sah wie ein anderer Fahrradfahrer mir entgegen kam. Ich fuhr also dennoch los. Wenige Kilometer danach kam auch schon ein Radweg.<br \/>\nInteressant fand ich, dass die Autofahrer wirklich auf die Radfahrer achten, die \u00fcberholen langsam oder mit einem Abstand. Wenn es sein muss, fahren sie auch einem hinter her. So mit war meine Angst viel kleiner.<br \/>\nUnterwegs im Dorf <span dir=\"ltr\">S\u00e1ndorfalva<\/span>Ich fuhr ich \u00fcber einen Buckel und meine Seitentasche (auf dieser Tour lernte ich, wie wichtig es ist dass Taschen richtig fest sitzen) l\u00f6ste sich dabei kurz vor einem Obstverk\u00e4ufer. Ich stieg ab, h\u00e4ngte alles ab, hing die Tasche auf, packte mein Zelt etc. da drauf. Der Obsth\u00e4ndler schaute mich an. Ich l\u00e4chelte und sagte Hallo! Er sagte was auf ungarisch, deutete auf den Roller. Ich sagte nur Szeged Start und Poland (machte dabei eine Geste die ein Ende deutete). Er verstand mich. Ich fragte noch ob ich auf dem richtigen Weg bin und wie viele Kilometer es noch seien. Es waren noch ca. 13 km entfernt bis\u00a0<span id=\"place-title\" dir=\"ltr\">\u00d3pusztaszer.<\/span> Wir unterhielten uns tats\u00e4chlich noch einige Minuten und er gab mir 2 Aprikosen f\u00fcr unterwegs. Ich war echt sprachlos wie nett jemand zu einem fremden sein kann. Ich a\u00df direkt eine. Sie war sehr lecker! Die andere wollte ich sp\u00e4ter essen.<br \/>\nMein erstes Ziel war ein kleiner Camping-Platz f\u00fcr Tramps bzw. Rucksacktouristen, oder wie die auch alle hei\u00dfen m\u00f6gen, kurz hinter Pusztaszer. Kurz vor\u00a0<span class=\"st\">\u00d3pusztaszer<\/span> sah ich eine riesige Weide mit vielen Pferden. &#8222;Hier bin ich richtig&#8220;, sagte ich mir. Genau das wollte ich sehen, ich bekam wieder ein wenig Motivation. Ein kleines Ziel sei erreicht und zwar das ich das ganze tats\u00e4chlich durchgezogen habe. Ich fuhr dann weiter. &#8222;<em>Morgen werde ich aber hier wieder hin fahren um den Nationalpark zu besuchen<\/em>&#8222;, dachte ich mir noch.<br \/>\nDie Stra\u00dfen hier ziehen sich unglaublich lang. Sie sind sehr gerade, kaum Kurven. Au\u00dferdem herrscht hier im Moment sehr wenig Verkehr.<\/p>\n<p>In dem Dorf Pusztaszer (mein Ziel) erntete ich sehr viele Blicke, da ich auf so einem eigenartigem Fahrrad unterwegs war. Nat\u00fcrlich winkte ich zur\u00fcck und sagte Hallo.<br \/>\nIch habe mir einige Kartenausschnitte zuvor ausgedruckt und fuhr danach. Unterwegs holte mich eine Frau auf ihrem Fahrrad ein und wir unterhielten uns ein wenig auf englisch. Leider konnte sie das nicht so gut. Sie zeigte mir den Weg wo ich abbiegen sollte (aber ich denke sie wusste nicht so richtig von dem Camping-Platz. Sie schickte mich leider oder doch gl\u00fccklicherweise in einen falschen Weg). Ich bog links ab und sah einen Bauern mit nacktem braunen Oberk\u00f6rper da stehen. Ich fragte ihn nach dem Camping-Platz, er kannte den auch nicht. Ich sagte nur <span id=\"result_box\" class=\"short_text\" lang=\"hu\"><span class=\"hps\">S\u00e1tor<\/span><\/span> (dt. Zelt), Camping und machte Schlaf-Andeutungen. Er zeigte mir eine Geste mit der Hand, dass ich kurz warten soll.<br \/>\nEr kam mit einem Telefon und seiner Tochter aus dem Haus. Seine Frau kam kurz danach auch hinzu. Er gab mir das Telefon. Dort war ein engl. sprachiger Mann am H\u00f6rer. Er fragte mich: &#8222;You are a tramp&#8220;? Ich antwortete nach ganz kurzem \u00fcberlegen: &#8222;Yes&#8220;! Er sagte dann: &#8222;You can sleep any where you want.&#8220; Sch\u00f6n, dachte ich, aber ich will nicht \u00fcberall schlafen, will auf den Camping-Platz. Ich dachte er will mich nur informieren, dass ich in Ungarn \u00fcberall schlafen kann. Ich verstand ihn leider nicht so gut, was er mir sagen wollte. Ich gab den H\u00f6rer dann den Bauern. Er sprach noch kurz was am Telefon und legte auf. Die Familie bewunderte noch mein Rad. Der Mann ging ins Haus und kam kurz darauf wieder raus, f\u00fchrte mich dann ein wenig weiter. Ich dachte mir, dass das vielleicht das der Camping-Besitzer war? Ca. 50 &#8211; 80 Meter weiter machte er an einem anderen Bauernhof das Tor auf und ich verstand endlich was los war. Der engl. sprachige Mann war der Besitzer des Nachbargrundst\u00fccks. Ich konnte also \u00fcberall auf seinem Grundst\u00fcck schlafen, wo ich wollte. Nat\u00fcrlich war ich gl\u00fccklich, ich hatte einen sicheren Platz gefunden. Wer wei\u00df wie weit es zum Campingplatz noch war, zudem, mein erster Tag in Ungarn und schon werde ich mit Nettigkeiten \u00fcberschwemmt. Ich baute kurz hinter dem verlassenen Haus an einem Baum mein Zelt auf. Der Bauer zeigte mir einen Brunnen, der leider mit N\u00e4geln verschlossen war. Dort h\u00e4tte ich mich waschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/126809085@N05\/14902017271\/in\/set-72157646367002026\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/live.staticflickr.com\/3880\/14902017271_06eb680d59_n.jpg\" alt=\"P1010765\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/a><\/p>\n<p>Er brachte mir dann einen Eimer Wasser. Ich bedankte mich mehrmals, ich sah in seinen ein wenig mandelf\u00f6rmigen Augen Freude (asiatische Abstammung?), dass er mir helfen konnte. Er wollte mir sogar noch den Schl\u00fcssel f\u00fcr die verlassenen Geb\u00e4ude geben, damit ich dort drin schlafen konnte. Ich lehnte aber ab, drau\u00dfen habe ich mehr Freude. Ich baute also mein Zelt auf und legte mich dort hinein.<\/p>\n<p><em>Ich liege jetzt im Zelt, der Himmel ist grau-rot. Man h\u00f6rt nichts au\u00dfer die Grillen. Eine wundersch\u00f6ne Stille. Ich denke viel \u00fcber den heutigen Tag nach. Ich kann es mir kaum vorstellen, dass ich heute erst gegen 5 Uhr noch in Deutschland aufgestanden bin und mich f\u00fcr die Reise so weit fertig gemacht habe. Ich denke dass ich heute ganz gut schlafen werde. Die ganze Aufregen wegen der Reise, Vorbereitungen auf die Fahrt, Stress auf der Arbeit und noch viel Stress <em>zu Hause<\/em> brachte mir sehr viele schlaflose N\u00e4chte. Doch ab jetzt f\u00e4ngt meine Erholung an, weit weg von zu Hause, v\u00f6llig auf mich allein gestellt, jetzt kann ich richtig abschalten und mich neuen Problemen und Herausforderungen widmen. Im Moment bin ich m\u00fcde und ersch\u00f6pft. Ich schlie\u00dfe gleich meine Augen und lausche der Natur bis ich einschlafe&#8230;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weg f\u00fchrte in Szeged auf Fahrradwegen und anschlie\u00dfend \u00fcber Landstra\u00dfen Richtung S\u00e1ndorfalva und sp\u00e4ter Pusztaszer. Radwege gab es kaum. Aber zum Gl\u00fcck gab es wenig Verkehr zwischen den D\u00f6rfern. Das Fahrradverbotsschild kurz vor dem Eisenbahn\u00fcbergang sollte man \u00fcbersehen. 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